Fächerverbindender Unterricht

„Nichts ist so erfrischend wie ein beherzter Schritt über die Grenzen.“

                                                                                                                                  Keith Haring

In den Sächsischen Lehrplänen ist der fächerverbindende Unterricht für alle Fächer verankert. Dabei steht ein Thema im Mittelpunkt, das vom einzelnen Fach nicht oder nur teilweise in seiner Mehrperspektivität erfasst werden kann. Es ist Aufgabe jeder Schule geeignete Räume für den fächerverbindenden Unterricht zu schaffen. Notwendig ist dabei, andere Organisationsformen als den traditionellen Fachunterricht zu finden1. Die Arbeitsgruppe „Fächerverbindender Unterricht“ trägt seit Jahren federführend die Verantwortung für die Erarbeitung, Weiterentwicklung und Umsetzung von Ideen zum fächerverbindenden Lernen.

Das fächerverbindende Lernen hat am Weißeritzgymnasium eine lange Tradition und wurde beständig weiterentwickelt und an neue Gegebenheiten angepasst. Schon 1992 integrierte unsere Schule reformpädagogische Ideen in den Unterrichtsalltag und schuf Raum für Freiarbeit nach den Prinzipien Maria Montessoris, wobei der fächerverbindende Charakter mit den Klassenstufen zunahm. Aus diesem Unterrichtsmodell entwickelte sich mit Einführung der neuen Lehrpläne 2004 die Projektarbeit, die die Idee des fächerverbindenden Lernens mit der Methode der Projektarbeit verband. Die schulspezifischen Fächer „Lernen lernen“ und „Erwachsen werden“ ergänzten die Projektarbeit. Ab dem Schuljahr 2018/19 wird der fächerverbindende Unterricht in drei Organisationsformen geregelt.

  • Methoden- und Sozialkompetenztraining in Klassenstufe 5-8,
  • Kompakte Wochen,
  • Integration in den Fachunterricht.

Im Folgenden werden diese drei Organisationsformen näher erläutert.

Methoden- und Sozialkompetenztraining in Klasse 5-8

In der Klassenstufe 5 bis 8 wird mit einer Wochenstunde ein Basiskurs Kompetenztraining zur Entwicklung sozialer und methodischer Kompetenzen durch den Klassenleiter durchgeführt. Die Inhalte dieses Kurses fußen maßgeblich auf den ehemaligen Lehrplänen „Erwachsen werden“ und „Lernen lernen“. Ein breites Angebot an Materialien, aus denen sich die KlassenleiterInnen die für ihre Klassen passenden heraussuchen können, steht zur Verfügung. Damit werden verbindliche Grundlagen geschaffen, auf die alle Fächer in späteren Klassenstufen, zurückgreifen können.

Kompakte Wochen

In allen Klassenstufen der Sekundarstufe I findet eine Kompakte Woche im März statt. In der Jahrgangsstufe 12 werden im September Studienfahrten mit fächerverbindenden Elementen angeboten.

Im Rahmen der Kompakten Wochen werden Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung am schulischen Standort und an außerschulischen Lernorten von Lehrern und externen Partnern realisiert. Folgende Themen sind i.d.R. für die einzelnen Klassenstufen vorgesehen:

 

Klassenstufe

Kompakte Woche März

5

Schokolade

6

Wolf

7

Barockes Dresden

8

China

9

Fit in die Zukunft

10

Präsentationen der Facharbeiten

1vgl. Reform der sächsischen Lehrpläne – Fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht, Comenius-Institut, 2004

Integration in den Fachunterricht

Die Fachlehrer können über die o.g. Formen des fächerverbindenden Unterrichtes hinaus Räume für fächerverbindende Unterrichtseinheiten nutzen. Dabei suchen mindestens zwei Fachlehrer nach einem geeigneten gemeinsamen Thema, das unterschiedlichen Perspektiven zulässt. Sie planen die Unterrichtseinheiten gemeinsam und nutzen für die Durchführung über einen begrenzten Zeitraum ihren Fachunterricht im Rahmen des Stundenplanes.

 

K. Herzog – Fachleiterin

Stand 30.01.2020